Zeitwertkonten im Unternehmen
Ein Zeitwertkonto ist eine Art Arbeitszeitkonto, auf welches man die geleistete Arbeitszeit und das
Arbeitsendgeld legen kann. Dieses Konto dient dazu, Ausfallarbeitsstunden auszugleichen. Auch eine
bezahlte Freistellung ist mit einem gefüllten Zeitwertkonto möglich. So muss man nicht immer einen Tag
Urlaub nehmen, wenn man mal kurzfristig einen Tag frei braucht. Die Rahmenbedingungen für ein Zeitwertkonto
regelt das sogenannte Flexigesetz. Zeitwertkonten kommen häufiger in größeren Firmen ab einer Stammbesetzung
von zwanzig Mitarbeitern zum Einsatz, um eine bessere Übersicht zu bekommen. Überstunden können ebenfalls auf
das Zeitwertkonto gelegt werden und bei Bedarf genommen werden, wenn es der Arbeitgeber zulässt.
Zeitwertkonten können aber auch unter einem anderen Namen, aber mit der gleichen Bedeutung, geführt werden. Arbeitszeit- oder
Gleitzeitkonten sind die gängigsten Begriffe. Mit ihnen kann man Arbeitszeitschwankungen ausgleichen und bekommt
trotzdem seinen Lohn ausbezahlt. Läuft es im Betrieb einmal besser, kann man die Überstunden ansammeln, läuft es
hingegen etwas ruhiger, können diese gesammelten Zeiten in Anspruch genommen werden, ohne einen Verdienstausfall
befürchten zu müssen. Es gibt aber auch noch die Flexikonten, die über mehrere Jahre bestehen können.
Hierin können über einen längeren Zeitraum, mehr als ein Jahr, Arbeitsentgelte und Arbeitszeiten hinterlegt werden. Hierbei sollte
aber beachtet werden, dass häufig der Arbeitgeber bestimmt, welche Zeiten Sie sich wann genehmigen können. Im Sektor
der Zeitwertkonten gibt es aber auch die Langzeitkonten, die eingerichtet werden und zur Anwendung kommen, wenn eine
Pensionierung oder die Rente ansteht. Mit diesen Langzeitkonten können Arbeitnehmer über einen langen Zeitraum hinweg
jeden Monat Arbeitsentgelte und Arbeitszeiten hinterlegen und bei Bedarf eher in die Rente gehen und trotzdem Geld
bekommen. Die Freistellung für einen längeren Zeitraum ist somit finanziert.
Ein Zeitwertkonto kann als Geldeinheit geführt werden aber auch als Zeiteinheit. Stunden können gutgeschrieben werden oder aber der Stundenverdienst, der
im Arbeitsvertrag geregelt ist. Über den jeweiligen Betriebsrat sind die Konditionen eins Zeitwertkontos geregelt.
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