Mikrofinanzierung für junge Unternehmer
Mikrokredite als eine Finanzierungsmöglichkeit für junge Unternehmer oder für Kleinunternehmen sind in erster
Linie aus asiatischen Ländern bekannt. Die so genannten Tigerstaaten haben in den vergangenen Jahrzehnten mit
dieser Finanzierungsform sehr erfolgreich ein dichtes Netz von Familienunternehmen subventioniert, die
überwiegend in Heimarbeit Handwerks- und Produktionsleistungen erbringen.
In Deutschland werden Mikrokredite seit etwa der Jahrtausendwende angeboten. Die Bundesregierung hat einen
Mikrokreditfond eingerichtet, der zum einen zur Kreditvergabe dient, zum anderen auch zur Kreditsicherung.
Mikrokredite werden in Deutschland nicht von Banken und Sparkassen, sondern von privaten Institutionen vergeben,
die vielfach gemeinnützig sind. Zu ihnen zählen die so genannten NGOs und NPOS, die Nicht-Regierungsorganisationen
sowie die Non-Profit-Organisationen.
Organisatorisch ist die GLS-Bank verantwortlich, die Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken. Die
Mikrofinanziers werden überwiegend auf dem lokalen und kommunalen Gebiet aktiv; also dort, wo sie die Einzel-
und Kleinunternehmen direkt erreichen und ansprechen können. Je nach Bonität, Eigenkapitalstärke sowie
Fremdkapitalbedarf kann eine Mikrofinanzierung für Unternehmer klar bejaht werden. Voraussetzung ist,
dass die recht niedrigen bürokratischen Hürden genommen werden.
Mikrokredite können zu ganz unterschiedlichen Finanzierungsanlässen genutzt werden. Sei es zur Unternehmensgründung,
zur Finanzierung von Investitionen oder Aufträgen, beispielsweise für ein anstehendes Akkreditiv, oder aber zur
Projektfinanzierung und als Saisonkredit. Und auch als ein Studenten-Startkredit ist ein Mikrokredit grundsätzlich denkbar.
Junge Unternehmen können sowohl Existenzgründer als auch bestehende Unternehmen sein. Der Mikrokredit
ist insbesondere für diesen Personenkreis gedacht, der als Einzelunternehmer oder als BGB-Gesellschaft,
also nicht als Kapitalgesellschaft am Geschäftsleben teilnehmen möchte. Die Höhe des Mikrokredites liegt
zwischen 1.000 Euro und 10.000 Euro. Er ist eine alternative Finanzierungsmöglichkeit, die sich dann anbietet,
wenn die Hausbank nicht angesprochen werden soll, oder aber sich an einer Fremdfinanzierung nicht beteiligt. Die
Gründe dafür liegen oft in einer nicht ausreichenden Gewährung von Sicherheiten. Bei Mikrokrediten ist das vielfach
kein Hindernis. Die Finanziers erkennen, wenn es denn überhaupt notwendig wird, auch Sicherheiten an, die bei Banken
und Sparkassen außerfrage stehen. Dazu zählen beispielsweise Bürgen, Lebensversicherungen, Wertgegenstände sowie Referenzen.
Die Mikrofinanzierung für junge Unternehmer kann als eine alternative Finanzierungsmöglichkeit befürwortet und
bejaht werden. Sie ist variabel gestaltbar, in Einzelfällen durchaus auch als eine Ko- oder eine Gemeinschaftsfinanzierung
mit Bank oder Sparkasse als der eigenen Hausbank.
Bild im Text: © Konstantin Gastmann / pixelio.de
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