Managementsystem einführen im Unternehmen

Managementsysteme dienen dazu, in einem Unternehmen bestimmte betriebliche Abläufe zu organisieren, zu begleiten, regelmäßig zu überprüfen und zu hinterfragen, ggf. zu ändern und sie immer weiter im Prozess zu optimieren. So gibt es jeweils das Umweltmanagement, Produktions- und Qualitätsmanagement, Hygienemanagement, Risikomanagement, Finanzmanagement, ein Arbeitssicherheitsmanagement, Personalmanagement, Marketingmanagement und Verkaufsmanagement. Manche Firmen bilden dabei auch noch Untergruppen, wie beispielsweise das PR-Management unter dem Marketing. Jedes einzelne Managementsystem dient der Analyse, Planung, Umsetzung und Steuerung aller Abläufe im jeweiligen Geschäftsbereich.

Die Notwendigkeit all der einzelnen Managementsysteme der Betriebsbereiche zeigt sich in den jeweils zu erfüllenden Aufgaben:

  1. Die Zielsetzung des betrieblichen Bereichs analysieren und die zu erfüllenden Aufgaben klar formulieren.
  2. Zuständigkeiten festlegen & sich mit anderen Bereichen über die Schnittstellen einigen.
  3. Anfallende Kosten errechnen & budgetieren sowie die finanziellen Mittel bereithalten.
  4. Analysen betreiben: die Prozesse des Betriebsbereichs kontrollieren, überwachen & den Erfolg bewerten.
  5. Durch Analyse der Abläufe Fehler erkennen, Verbesserungsmöglichkeiten ausarbeiten & Fehler eliminieren.
Bevor ein Unternehmen alle genannten Managementbereiche ins Leben ruft, muss zunächst durchleuchtet werden, ob wirklich alle in dieser Form notwendig sind und welche vielleicht kostensparend zusammengelegt werden können. Letzten Endes zahlt sich ein integriertes (zusammengefasstes) Managementsystem langfristig für den Betrieb eher aus, denn hier werden Prozesse und Anforderungen angeglichen. Es nützt schließlich wenig, wenn beispielsweise das Umweltmanagement sehr erfolgreich arbeitet und seine Ziele schnell erreicht, dadurch aber das Sicherheitsmanagement oder Finanzmanagement Probleme bekommt. Ein erfolgreiches Umweltmanagement wird allerdings ziemlich sicher einen Erfolg im Qualitätsmanagement mit sich bringen.

Doch was nützt die Zielerreichung oder sogar Über-Erreichung in zwei Managementbereichen, wenn dadurch das Budget des Personalmanagements gesprengt wird und sich die Optimierung an der einen Stelle durch die nachteiligen Auswirkungen in einem anderen Betriebsbereich für das Unternehmen unter dem Strich nicht mehr auszahlt? Hier ist dann abzuwägen, ob der Umweltanspruch einen Imagegewinn erzielt, der wiederum das Produkt als Marke stärkt, was Preiserhöhungen zulässt, die den Umsatz steigern - oder ob dieser Effekt zu gering ist und deshalb weniger umweltbewusst produziert wird.

Integrierte Managementsysteme verhindern diese Problematik, da sich die Manager der Betriebsbereiche mehr in ihren Aufgaben, Prozessen und Anforderungen abstimmen müssen. Durch diese eher zentralisierte Managementführung entfallen auch Konkurrenzdenken und der ewige Kampf der Manager um ihr jeweiliges Budget. Ein wichtiger Aspekt, da so alle gezwungen werden, mehr im Sinne des Betriebes zu denken und zu handeln.

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