Berufshaftpflicht & andere Risiken für Unternehmer

Mit dem eigenen Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft starten - viele Selbständige träumen davon. Leider kann die Existenzgründung schnell zu einem Albtraum werden. Es geht hier weniger um die steuerlichen Belastungen oder Probleme mit Arbeitnehmern, die sich in ihren Arbeitsrechten eingeschränkt fühlen sondern um Schadenersatzansprüche, die dem Unternehmer nicht nur das Leben schwer machen, sondern an den Rand des finanziellen Ruins bringen.

Speziell Einzelunternehmer oder Gesellschaften ohne beschränkte Haftung sind von solchen Situationen leider immer wieder betroffen. Ein praxisnahes Beispiel wäre ein Unternehmensberater, auf dessen Arbeit hin ein Betrieb bestimmte strategische Entscheidungen getroffen hat, welche sich im Nachhinein als Fehler herausstellen. Die Schuld wird das Unternehmen beim Berater suchen und am Ende auch Schadenersatzforderungen stellen. Je nach Höhe können diese in die Insolvenz führen. Die Haftungsrisiken sollte also niemand unterschätzen.

Berufshaftpflicht - individueller Versicherungsschutz

Aber Unternehmen können sich gegen dieses Risiko schützen - mit einer Berufshaftpflicht. Letztere funktioniert nach ähnlichen Prinzipien wie die Betriebshaftpflicht - allerdings mit einem Unterschied. Die Berufshaftpflichtversicherung ist speziell auf die einzelnen versicherten Berufsbilder ausgelegt bzw. deren individuelle Risiken. Sie unterscheidet sich damit wesentlich von der Betriebshaftpflicht, die insbesondere auf die Regulierung von Personen- und Sachschäden ausgelegt ist.

Im Rahmen der Berufshaftpflicht werden aber auch Schadensereignisse übernommen, die nicht direkt mit einem nachweisbaren Sach- oder Personenschaden in Verbindung stehen. Schließlich kann es im betrieblichen Alltag auch zu einem reinen Vermögensschaden kommen. Beispiel für Berufe, in denen das letztgenannte Haftungsrisiko besonders prominent in Erscheinung tritt, sind zum Beispiel Anwälte, Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater usw. Hier ist die Vermögenshaftpflicht als Variante der Berufshaftpflicht optimal. Ärzte, Architekten oder Apotheker fahren dagegen mit einer vollwertigen Berufshaftpflicht besser.

Aufgabe der Berufshaftpflicht

Haftpflichtversicherungen wie die Berufshaftpflicht haben zwei Aufgaben. Einerseits sollen sie den versicherten Unternehmer vor den Schadenersatzansprüchen Dritter schützen. Die zweite Funktion ist im ersten Moment nicht so offensichtlich. Werden Forderungen gegen den Versicherten erhoben, prüft die Berufshaftpflicht diese und weist unberechtigte Forderungen ab. In diesem Zusammenhang wird von der passiven Rechtsschutzfunktion der Berufshaftpflichtversicherung gesprochen.

Haftpflichtrisiken sind nicht die einzigen Gefahren für Unternehmer. Wer sich für die Existenzgründung entscheidet, muss über ein ganzes Portfolio von Versicherungen entscheiden. Dazu gehört auch das persönliche Krankheits- und Berufsunfähigkeitsrisiko, aber auch die Vorsorge für den Ruhestand und natürlich die Absicherung der Geschäftsimmobilie sowie deren Einrichtung.

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